Weniger Bürokratie, mehr bezahlbarer Wohnraum: Zu Besuch beim „Gebäudetyp E“ in Oppenheim.
Wie bauen wir in Zukunft schneller, schlanker und vor allem günstiger, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen?
Eine Antwort darauf liefert das Konzept des Gebäudetyp E (E wie einfach oder experimentell).
Daher ging es am 21. Juli 2026 nach Oppenheim in den Kautzbrunnenweg, um das Konzept einmal direkt in der Praxis unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig, Michael Sukopp von der IMMPRINZIP GmbH & Co. KG und unserem Vorstand Dr. Thomas Paul stand der direkte Austausch im Innenhof des Wohnprojekts im Fokus.
Die zentrale Frage hinter dem Gebäudetyp E ist so simpel wie aktuell:
Wie können wir die Baukosten spürbar senken, ohne bei der Sicherheit zu sparen?
Die Antwort liegt oft im bewussten Verzicht auf unnötige Komfort-Standards und übertriebene DIN-Normen, die das Bauen in den letzten Jahren extrem verteuert haben.
Besonders spannend war die Diskussion über die rechtlichen Hürden. Damit Planer und Bauherren diesen schlankeren Weg überhaupt gehen können, braucht es dringend die passenden zivilrechtlichen Rahmenbedingungen vom Bundesjustizministerium. Neben den rein technischen Aspekten kam aber auch die Praxis nicht zu kurz: Im Innenhof gab es die Gelegenheit, direkt mit den Mieterinnen und Mietern über ihre ehrlichen Erfahrungen im Alltag zu sprechen.
Das Projekt in Oppenheim macht Mut. Es zeigt deutlich, dass kostengünstiger Wohnungsbau machbar ist, wenn man die überbordende Bürokratie abbaut und Raum für einfache, pragmatische Lösungen schafft.
Vielen Dank an das gesamte Team vor Ort für die ehrlichen Einblicke und den wichtigen Austausch.

