Früher in den Ruhestand – aber wie?
Neue Pressemitteilung des FPSB Deutschland: Früher in den Ruhestand – aber wie?
Der Wunsch ist groß: Trotz drohender Abschläge bei der Rente wollen viele deutsche Arbeitnehmer gern vorzeitig in den Ruhestand gehen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem Frühjahr 2025 zeigt, dass 27 Prozent der befragten Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden wollen. Doch eine weitere Studie, diesmal von BlackRock, verdeutlicht das Dilemma. Demnach zweifeln die meisten Verbraucher daran, dass das aktuelle Rentensystem ihren Lebensstandard im Alter sichern kann. Und weniger als die Hälfte der Befragten fühlt sich überhaupt finanziell gut auf den Ruhestand vorbereitet – ob nun vorzeitig oder regulär. Dabei bremsen insbesondere Wissenslücken die Motivation, sich aktiv mit der Absicherung für das Alter zu beschäftigen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage.
„Ein professionell erstellter Finanzplan kann helfen, Träume von einem früheren Ruhestand auch wahr werden zu lassen“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Allerdings ist es ratsam und notwendig, das Thema Finanz- und Vermögensplanung so früh wie möglich in Angriff zu nehmen und dazu die Hilfe eines qualifizierten CFP®-Zertifikatsträgers in Anspruch zu nehmen.
Denn die Hürden werden immer größer: Die Lebenserwartung steigt, die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter hierzulande sinkt, und Ruheständler beziehen heute im Durchschnitt doppelt so lange Rente wie noch vor 40 Jahren. Die Folge: Wer heute 50 Jahre oder jünger ist, wird vielfach länger arbeiten müssen. Somit wird es ohne finanzielle Einbußen bei der Rente für die Frühruheständler nicht gehen, wenn nicht gerade ein großes Vermögen vorhanden ist oder zuvor aufgebaut wurde. „Damit das Geld für das Leben ohne Job genügt, sollten Berufstätige wissen, was auf sie zukommt – und frühzeitig damit beginnen, ihre Altersvorsorge zu optimieren“, sagt Tilmes.
Kassensturz als erster Schritt
Ein wichtiger Schritt ist es, dass Arbeitnehmer ihr späteres Alterseinkommen aus der betrieblichen und privaten Vorsorge berechnen sowie überprüfen, ob sie eventuelle Abschläge bei der gesetzlichen Rente verkraften können. „Nur eine professionell erstellte Liquiditätsentwicklung, das heißt welche Einnahmen kann man ab Ruhestandsbeginn pro Jahr und ab wann bei welchen Ausgaben und der dann daraus resultierenden Gesamtvermögensentwicklung erwarten, kann dem Verbraucher helfen, entsprechende Defizite in der Ruhestandsplanung aufzudecken“, verdeutlicht der Experte.
Nach dieser Bestandsaufnahme sollte die aktuelle Vermögensanlage auf dem Prüfstand stehen. Wie ist das bislang angesparte Geld angelegt? Gibt es renditeträchtigere Strategien oder spricht das Risikoempfinden des Anlegers dagegen? Der FPSB-Vorstand betont, dass Ruhestandsplanung Lebensplanung ist, also individuell. „Vorsorge bleibt genau wie Geldanlage generell eine sehr persönliche Sache. Sie hängt von der eigenen Lebenslage und dem subjektiven Risikoempfinden ab“, so Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Director Finance, Wealth Management & Sustainability Management an der EBS Executive School in Oestrich-Winkel ist.
Klarer Finanzplan als Ziel
Wichtig ist auch ein kostenbewusstes Vorgehen: Gebühren sollten möglichst niedrig gehalten werden, da sie die Rendite signifikant beeinflussen können. Gleichzeitig gilt es, Verschuldungen zu reduzieren und idealerweise im Ruhestandszeitraum keine hohen Konsumentenkredite abzahlen zu müssen. Am Ende der Finanzplanung sollte ein Fahrplan stehen, welche Sparbeiträge in welcher Höhe in die unterschiedlichen Anlageklassen fließen sollten, wie das Langlebigkeitsrisiko effizient abzudecken ist, und wie die Lücke zwischen dem heutigen Nettoeinkommen und den zukünftigen Rentenbezügen zu schließen ist.
Doch jeder Plan ist nur so gut, wie seine Umsetzung und Kontrolle. Denn viele Bundesbürger vergessen die Wirkung der Inflation auf den Absicherungs- und Vorsorgebedarf. „Zwar ist die Inflation in Deutschland aktuell vergleichsweise gering, jedoch verdoppelt sich der Finanzbedarf bei 2,5 Prozent pro Jahr Inflation in ca. 28 Jahren, wenn man die gleiche Kaufkraft wie heute erhalten möchte“, verdeutlicht Tilmes. Um sorgenfrei den Ruhestand genießen zu können, ist eine kontinuierliche Überprüfung der privaten Finanzplanung deshalb ein Muss.
Professionelle Finanzplaner decken Defizite auf
Wie genau die individuellen Träume und Wünsche in Sachen Ruhestand auch aussehen mögen, alle wichtigen Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Altersvorsorge können mit Hilfe professioneller Finanzplaner frühzeitig erkannt und strategisch bearbeitet werden. Sinnvoll ist, in möglichst jungen Jahren die Weichen zu stellen, um während des aktiven Berufslebens eine langfristige Strategie optimal umsetzen zu können. Mit den unabhängigen Zertifikatsträgern des FPSB Deutschland sind Mandanten stets gut beraten. Denn die qualifizierten Finanz- und Nachfolgeplaner sind in der Lage, unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte der individuellen Lebens-, Familien- und Vermögenssituation sowie auch möglicher Risikoszenarien einen langfristigen Fahrplan aufzustellen, diesen umzusetzen, in Abständen zu überprüfen und bei Bedarf rechtzeitig zu adjustieren. Finanzplanung ist Lebensplanung – CFP®-Professionals sind hierbei Partner auf dem Weg zum finanziell sorgenfreien Ruhestand.
Quelle: Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. – Newsletter vom 13.01.2026
Bild: James Hose Jr auf Unsplash

